Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt

Flurnamen

Ur-Bayerisch ist keine Variante der deutschen Sprache, sondern Latein.

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  • 92355 Velburg Meierholz
    Wald östl. Vogelbrunn
  • Quelle Buck: Maier, ursprünglich der Verwalter auf dem Hofe eines Grundherrn, später jeder Bauer, Maierschaft = Baurschaft. So seit dem 16. Jhrd., früher pûrsami, pûrschaft. Daher Maierwaide = Gemeindeweide, auch die Maieri genannt. Häufig in Maiern (=Maierinnen), Wiesen, die zum Maierhof gehören. In den Dörfern, die aus Hofanlagen hervorgegangen, fand sich immer der Maierhof (Fronhof), von welchem alle anderen Höfe Tochterhöfe waren. ... Ein anderes Maiern siehe unter Moi. Das welsche Mageria (Maierei) kommt aber her von maga = malga (Weide). Rom. magisa (Brache) = magisca, von Monat Mai. Daher wohl Mais b. Meran, nicht von kelt. mag = Feld
  • Quelle Buck: Moi - in Bayern nicht selten Moienlöcher, Meuerlöcher, Moierlöcher, Maienlöcher. Darin fabelhafte Jungfrauen, als die drei Marien gedeutet. Es scheint das ahd. muoia, moia (nympha) Holzweiblein, Holzelfe zu sein
  • Querverweis, siehe dazu auch Link Moia unter Ortsnamen