Lateinische Sprachrelikte
im bayerischen Dialekt

Ortsnamen

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  • Franz Buchner, Burgen und Burgställe des Eichstätter Bistums: Etting bei Ingolstadt. 1180 Gozbrecht v. E. Ingolst. Sam. 1923 S. 4. Hardar und sein Sohn Hermann v. Ottingen 1256-1259. MB 49 n. 65. R 3,81. 140. Herman Domherr in Eichstätt 1303, MB 49 n. 328. Vogtei u. Gericht erhält 1432 Georg Schenk v. Töging. R 13, 242.
  • Die deutsche Besiedlung der Diözese Eichstätt auf Grund der Ortsnamen: Etting Pfk. S. Michaelis, 1179 Otingen zu Pn Oto (186)
  • BLfD 01/2014 - Römer vor Ort
  • Flurnamen: Hundrücken; Ried; Riedmühle; Mitterried; Im untern Ried; Osterbrunnerfeld; In der Kerm; ZellAu; In der Hummel; Dattelmannsberg; Im Gegenstall; In der Ramersboint; Im Waidach; Rohrwiesen; EsselFeld; Speck;
  • Wohl eher von inquilinus oder ingenuitas = frei geboren
  • Spottname: Gänskrägen.
    Ettinger Burschen, lustige, aber auch leichte Vögel, trieben einmal für die Bäuerinnen ihres Dorfes eine Schar Gänse auf den Markt nach Ingolstadt. Wie sie so hinter dem Trupp Schnattergack einhertrotteten, machte ihnen das ewige Auseinandergehen der Tiere viel Scherereien und da kamen sie auf den Einfall: Die Gänse können in der Stadt doch nicht lebend gegessen werden; es ist deshalb ganz einerlei, ob wir sie tot oder lebendig dorthin bringen. Sie zogen ihre griffesten Messer aus der Tasche, murksten die Gänse - eine nach der andern schnell ab und steckten die abgeschnittenen Hälse in den weichen Sumpfboden, der sich da in der Mulde am Wege bei der grossen Reiben (nächst dem Exerzierplatze) befindet. Als später die Weiber nachkamen und die Gänskrägen im Sumpf erblickten, schlugen sie vor Entsetzen die Hände über dem Kopfe zusammen, fingen zu heulen an und schrien: O Gott, o Gott, jetzt san uns're Gäns' dasuffa (ertrunken), man sieht bloß mehr die Kräg'n! Die Bursche ließen die jammernden Weiber, als diese in die Stadt kamen, auf ihrem Glauben. Beim Nachhausewanken spät abends meinten sie lallend : Jesas, jetzt san d'Gäns' wirkli ganz versuffa!
    Nach anderer Erklärung hätten die Ettinger die Gänskrägen mit wohlüberlegter Absicht in den Sumpfboden gesteckt, damit auf diesem geeigneten Terrain gleich junge Gänse wüchsen und die Bäuerinnen der Mühe des Aufziehens überhoben wären.
    Die Burschen von Etting (mitten im Dorfe befindet sich ein großer Platz, wo ein Wanderer selten vorüberkommmt, ohne eine Schar schreiender Gänse zu sehen) waren früher für den Zuruf "Gänskräg'n" sehr empfindsam.
    ... auch Günzburg
    Hinweis Wohl eher von Gens = Volk, Geschlecht + acerra = Weihrauchkästchen; dicare = weihen; carectum = mit Riedgras bewachsene Wiese